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IGEL - Stacheliger Stadtbewohner

Quelle: RVB
Quelle: bing.com
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Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist in ganz Deutschland verbreitet. 

Früher lebten Igel auf dem Land, wo es viele reich strukturierte Lebensräume gab. Heute aber wird unsere Kulturlandschaft immer eintöniger, und so sind sie häufiger in Siedlungsbereichen mit Gärten und Grünanlagen anzutreffen. Inzwischen kommen in Städten bis zu neunmal so viele Igel vor wie auf dem Land. Igel ernähren sich von verschiedenen bodenlebenden Tieren wie Regenwürmern und von Insekten wie Ohrwürmern, Käfern oder Schmetterlingsraupen. Nach Einbruch der Dunkelheit durchstreifen sie auf der Suche nach Futter oder einem geeigneten Unterschlupf ihre Reviere und legen dabei in einer Nacht oft mehrere Kilometer zurück.

Merkmale

Der Igel ist unverwechselbar. Kein anderes heimisches Tier hat einen Stachelpelz. Igel sind etwa so groß wie Kaninchen und haben eine gedrungene Körperform. An Kopf, Bauch und Beinen haben sie ein weiches Fell, ihr Rücken ist vollständig mit Stacheln überzogen. Da ihnen das wärmende Haarkleid auf dem Rücken fehlt, halten sie in gut isolierten Bauten Winterschlaf.

Geräusche

Igel sind sehr geräuschvolle Tiere. Man hört sie rascheln, wenn sie im Unterholz auf Nahrungssuche sind. Haben Sie etwas zu fressen gefunden, schmatzen sie laut und knacken manchmal hörbar Schneckenhäuser und Insektenpanzer. Am lautesten sind sie aber, wenn sie auf Artgenossen treffen und in Streit oder Paarungslaune geraten. Dann geben sie ein Keckern von sich und können sogar fauchen und kreischen.

Was fressen Igel?

Igel haben ein breites Nahrungsspektrum. Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, wie Laufkäfer und Raupen von Nacht- oder Tagfaltern, außerdem Regenwürmer und Schnecken. Gelegentlich fressen sie auch Spinnen, Vogeleier und kleine Säugetiere. Fallobst fressen sie höchstens nebenbei, denn sie haben es auf die Würmer und Maden darin abgesehen. Igel sind gern auf extensiv bewirtschafteten Wiesen unterwegs, die sie gut durchstreifen können und auf denen sie genügend Nahrung finden. Auch im Totholz stöbern sie Kleintiere auf. Bis Mitte November sind die Stachelträger auf Futtersuche, dann gehen sie in den Winterschlaf.

Sein Lebensraum

Hecken bieten ihm Nahrung, Schlafplätze und Verstecke. Auch Sträucher, Totholz, wild wuchernde Ranken und Laubhaufen sind ideal für den Igel. Doch solche Strukturen findet er immer seltener. Eine tödliche Gefahr im Garten sind chemische Gifte gegen Schnecken und andere vermeintliche Schädlinge, denn Igel fressen sowohl das Gift als auch die vergifteten Tiere.

Die Gefahr, die von Mährobotern ausgeht, wird immer noch unterschätzt. Die Maschinen verletzen viele Igel, doch nur ein kleiner Teil der Opfer wird in Auffangstationen gebracht oder tot gefunden. Die meisten ziehen sich in Verstecke zurück und verenden dort, ohne dass wir Menschen es mitbekommen.

Quelle: Igel Steckbrief | Deutsche Wildtier Stiftung

Stadtigel brauchen geeignete Überwinterungsplätze

Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit hat sie neue Erkenntnisse über den Winterschlaf der Stadtigel gewonnen. Sie fand Igelquartiere an völlig unerwarteten Orten, zum Beispiel gleich neben einem Müllcontainer mitten in der City, neben der Sandkiste eines Spielplatzes und in der Nähe einer Ampelanlage an einer Hauptverkehrsstraße. Störungsgrad und Lautstärke scheinen bei der Nestwahl eine untergeordnete Rolle zu spielen. Außerdem fand Warnecke heraus, dass Stadtigel immer noch denselben Jahresrhythmus leben wie ihre Verwandten auf dem Land – ab November ist die innere Uhr auf Winterschlaf eingestellt. Straßenlärm oder grelles Licht halten das anpassungsfähige Wildtier nicht ab. 

Deshalb ist es wichtig, dass Stadtigel Zugang zu geeigneten Überwinterungsmöglichkeiten haben, damit sie ihre Quartiere nicht an potenziell gefährlichen Orten suchen. 

Sie brauchen Gärten mit natürlicher Vegetation und öffentliche Parks mit Büschen und Sträuchern, die nicht makellos aufgeräumt sind.

Quelle: Igel Steckbrief | Deutsche Wildtier Stiftung

Quelle: RVB